Kos: The chicken dies a second time


Spontan entschieden dem „Sommer“ in Berlin den Rücken zu kehren um unseren Urlaub in wärmeren Gefilden zu verbringen. Unsere Wahl fiel auf die griechische Insel Kos, von Berlin Tegel aus innerhalb von knapp drei Stunden zu erreichen und im Last Minute Bereich für keine 300.- Euro die Woche buchbar. Flug ab Berlin Tegel mit airberlin in einer A320 um 09:50 Uhr. Ankunft um 13:50 Uhr Ortszeit auf dem internationalem Airport Kos Hippokrates, der etwa 26 Kilometer von der Inselhauptstadt Kos gelegen ist. Die Insel mit seinen knapp 34 Tausend Einwohnern befindet sich in der östlichen Ägäis, in unmittelbarer Nähe zur türkischen Stadt Bodrum, welche nur cirka 5 Kilometer entfernt ist. Die Stadt Kos, sowie die angrenzenden Gemeinden, wie zum Beispiel Psalidi, haben eine Infrastruktur für Fahrrad Touristen geschaffen welche mit ihren ausgewiesenen Radfahrwegen an Amsterdam erinnert. Eventuell auch den zum Großteil aus den Niederlanden stammenden Touristen geschuldet, ziehen sich die Rot markierten Radwege an den Ufern entlang bis durch das Zentrum der Stadt. Unser Hotel befand sich in Psalidi, etwa 1,8 Kilometer von Kos Stadt entfernt.

Hotel Alexandra Beach: Kategorie 4 Sterne Hotel & Appartements Lage: circa 2 Minuten zum Strand, wobei einschränkend erwähnt werden muss, dass es sich nur um einen relativ kleiner und der Natur überlassenen Kies-Strand handelt. Entfernung zur Stadt Kos, cirka 1,8 Kilometer, fußläufig gut zu erreichen Zimmer Nummer 170: von der zur Verfügung stehenden Fläche (Superior Zimmer) großzügig, Doppelbett, Fernseher, Küchenzeile mit Kühlschrank und Herd, Bad mit Dusche und WC, Balkon mit seitlichem Meerblick Ausstattung: eher spartanisch. Röhrenfernseher mit maximal 51 cm Diagonale und ohne Funktion, Duschtasse mit Vorhang, in allen zur Verfügung stehenden Räumen sichtbare Mängel, Klima ohne Funktion, Radio ohne Funktion, …. WLan: Empfang in den frühen Morgenstunden im Zimmer, ansonsten tagsüber nur im näheren Umfeld der Lobby Gastronomie: Frühstück in Buffetform, kontinentales Frühstück, ein Laib Weißbrot, ein Laib Schwarzbrot, Toasts, Käse (Edamer) geschnitten sowie drei verschiedene Sorten Wurst, Marmelade und Butter in Portionspäckchen, griechischer Quark, Honig, Obst (Pfirsiche & Aprikosen) aus der Dose, ….. Ab 11:00 Uhr öffnet die Pool Gastronomie, welche Speisen und Getränke zu angemessenen Preisen anbietet. Ein griechischer Salat für 4,50 € auf dem ein 150 gr Stück Patros Käse liegt kann durchaus als preiswert bezeichnet werden. Wasser 500 ml für 50 Cent sowie die 1 Liter Flasche für 2 €. Personal: überaus freundlich und zuvorkommend, überwiegend englisch sprechend Eine Bewertung von 100 Prozent Weiterempfehlung auf Holidaycheck sowie die 4 Sterne Kategorie des Hotels erscheinen, angesichts des vor Ort gewonnenen Eindruckes, eher fragwürdig
Das Zentrum von Kos wird dominiert von der Johanniterfestung Neratzia, deren Bau im Jahre 1377 begann und zu deren Fertigstellung man sich auch Material des nahe gelegenen Asklepieions bediente. Die Umgebung der Festung, die um sie herum führenden Gassen, ein Kleinod an Gelegenheiten sich zum Essen oder einem guten Wein niederzulassen, Einkäufe zu tätigen oder sich mit einer Kamera auf die Suche nach guten Motiven zu begeben. Das pulsierende Leben am Hafen, wenn die Fischerboote einlaufen, ihren Fang präsentieren oder die ganztägig an- und abfahrenden Fähren welche in Richtung Bodrum, Rhodos, Piraeus oder Santorini fahren. Kulinarische Highlights zu entdecken fällt auf Grund der vielen gleichförmigen Restaurants definitiv schwer. Wer jedoch Wert auf freundliche Bedienung, Gastfreundschaft und typisch griechische Speisen legt kommt an der Promenade von Kos Stadt im Restaurant Akteon voll und ganz auf seine Kosten. Die stylische Strandbar Spirtaki, zwischen Kos Stadt und Psalidi gelegen würden wir nur des Blickes über das Mittelmeer in Richtung Bodrum wegen empfehlen. Die dargebotenen Speisen werden ohne den landestypischen Mix aus Essig und Öl oder Ketschup und Majo serviert. Erst auf Aufforderung erhält man diese. Den Anspruch, etwas anders als andere zu sein, macht das Huhn welches zweimal gestorben und trocken serviert wird, zunichte. Im Greek Salad wurde der Feta Käse unter trockenem, zerbrochenem und in Öl eingeweichtem Brot versteckt. Meinen Einwand, „The chicken dies a second time“ kommentierte man mit einem verlegenen Lächeln.

Die Strände in Psalidi und Umgebung sind Kies-Strände, mitunter gerademal so breit das eine Liege nicht im Wasser des Mittelmeeres endet, zum Teil naturbelassen, nicht jedermanns Geschmack. Dabei befinden sich die wirklich schönen Strände in unmittelbarer Nähe, nicht unweit von Kos Stadt in Tigaki und Marmari. Liegen mit Schirm lassen sich dort für 2 bis 5 Euro am Tag mieten, gegen ein Handtuch im feinkörnigen Sandstrand hat jedoch auch niemand etwas einzuwenden.

Lust auf einen Burger? Für 5,50 Euro kann man im Restaurant Artemis, am Strand von Marmari einen aus frischem Rinderhack und per Hand geformten Burger mit Pommes verzehren.

Kardamena im Süden der Insel, ein ehemaliges Fischerdorf welches sich jedoch im Laufe der Jahre touristisch entwickelt hat, glänzt mit Promenade, Tavernen, Marina und feinsandigem Strand. Fest in englischer Hand, sollte es bei der Ausflugsplanung in die engere Wahl geraten und wenn es nur für einen kurzen Cappucino Stop in der Bar 1960 ist. Der dort angebotene Illy Cafe ist ein Genuss.

Bei der Planung der Tour sollte der Weg zurück nach Kos Stadt durch die Berge in Richtung Pili, Zia und Asklepion führen. Pili, die wegen einer Cholera Epedemie verlassene Stadt mit ihren Hausruinen und kleinen Kirchen. Zia, ein wegen seiner Sonnenuntergänge berühmtes Dorf mit Blick über die Insel Kos, die angrenzenden griechischen Inseln und dem Blick in Richtung Türkei. Die Pinienwälder rund um Zia werden von Wandertouristen als Schatten spendende Oasen erobert. Asklepion, die wohl berühmteste historische Stätte von Kos welche 1902 vom deutschen Archäologen Robert Herzog entdeckt und freigelegt wurde.

Nun sind es noch knappe 7 Kilometer bis man sich wieder im Zentrum von Kos Stadt befindet und seine Insel Erkundungen von neuem starten kann.

Mietwagen: besser und preiswerter den Mietwagen übers www oder vor Ort bei großen, bekannten Agenturen zu buchen und am Flughafen in Empfang zu nehmen.
Einen, in die Jahre gekommener Suzuki Jimmy, mit sich ab 75 km/h zeigenden Schwächen im Bereich der Vorderachse (Lenkrad flattert angsteinflößend), gibts für 45.- Euro pro Tag

Absolut lohnend, die Bootstour nach Bodrum. Muss man jedoch nicht in einer Agentur buchen, da diese dann in den meisten Fällen eine kostenlose „Stadtrundfahrt“ direkt bis in die nächste Goldschmuckmanufaktur enthält. Einfach am Hafen ein Ticket kaufen, den Reisepass oder Personalausweis nicht vergessen und innerhalb von 30 bis 45 Minuten gehts zum shoppen nach Bodrum.

Unbedingt die Zollbestimmungen beachten, da bei der Rückkehr nach Kos, ein etwas vollerer Rucksack schon größere Aufmerksamkeit bei den Zöllnern hervorruft.

Wir wünschen einen schönen und erholsamen Urlaub auf Kos

Author: admin

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