Mutter! Heut ist Dein Tag!


Alles Liebe zum Muttertag, wird heut der wohl am häufigsten ausgesprochene Satz sein wenn sich Millionen von Kindern auf machen um ihren Müttern die Ehre zu erweisen.
Während Mutter seit den frühen Morgenstunden in der Küche steht und es im Treppenhaus nach frisch gebackenem riecht werden verzweifelte Kinder die Pflanzen Kölle´s  oder die Tankstellen der Republik stürmen um noch wenigstens  einen halbwegs ansehnlichen Blumenstrauß zu ergattern.

Blumen gehören zu den am häufigsten überreichten Präsenten mit denen Mütter am heutigen Muttertag rechnen können.

Als Zeichen wahrer Mutter-Liebe gehört die Rose zu den mit Abstand am häufigsten überreichten Blumen. Die Königin der Blumen in all ihren farblichen Nuancen spricht in Rot gehalten für eine tief empfundene Liebe zu demjenigen der diese erhält während rosafarbene zarte Gefühle ausdrücken und weiße ein Ausdruck der Reinheit darstellen.

Tulpen folgen auf dem zweiten Platz der am häufigsten überbrachten Blumen und stehen in ihrer Bedeutung den Rosen in nichts nach. Gelbe und weiße Tulpen eignen sich am besten um der Mutter gegenüber zum Ausdruck zu bringen das sie (die Mutter) ihr Sonnenschein ist oder sie ihr (der Mutter) ewige Liebe mit der Auswahl ihrer Tulpenfarbe symbolisieren wollen.

Auf Platz drei der Blumen-Hitliste zum Muttertag befinden sich Chrysanthemen welche in ihrer Bedeutung dem Beschenkten ewige Treue und innige Liebe versprechen.

Hartnäckig hält sich das Gerücht das der Muttertag eine Erfindung der Blumenhändler sei welche ähnlich dem Einzelhandel zu Weihnachten wenigstens einmal im Jahr richtig Kasse machen wollen und aus diesem Grund den Muttertag ins Leben gerufen haben.

Dem ist nicht so.

Schon die alten Griechen brachten einmal im Jahr Blumen an die Stätten an denen sie der Gott-Mutter Rhea huldigten und feierten ihr zu Ehren ein Frühlingsfest.

Im alten Britannien gehörte es bereits im 13. Jahrhundert zu den guten Sitten am Mothering Sunday seinen Eltern einen Besuch abzustatten um sich bei dieser Gelegenheit bei der Mutter zu bedanken. Der im Britannien Heinrichs III eingeführte Mothering Day diente im Ursprung dem Gedenken an die Mutter Kirche.

Und im 19. Jahrhundert begehrte die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin  Julia Ward Howe in den vereinigten Staaten auf indem sie einen offiziellen Feiertag zu Ehren der Mütter forderte.

Diese Tradition griff 35 Jahre später die in Philadelphia lebende Anna Jarvis auf indem sie am 2. Todestag ihrer Mutter einen Gedenk-Gottesdienst zu Ehren ihrer Mutter feiern ließ und im darauf folgendem Jahr weiße Nelken als Zeichen der Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der Kirche verteilen ließ. Ursprünglich sollte dieser Tag ein Zeichen setzen für die Rechte der Frauen in den vereinigten Staaten und in aller Welt da diese bis dahin kein Wahlrecht hatten.

Seit dem 8. Mai 1914 ist der zweite Sonntag im Mai in den vereinigten Staaten ein offizieller Feiertag dem viele andere Nationen im Laufe der Jahre folgten. Die Briten ließen ihren Mothering Day wieder Aufleben während die Schweiz, Schweden Deutschland und Österreich den Muttertag einführten. Die daraus folgende Entwicklung zu einem Tag der Geschenke war der Frauenrechtlerin Anna Jarvis ein Dorn im Auge da diese die mit diesem Tag verbundenen politischen Forderungen vollkommen in den Hintergrund gerückt sah und daraufhin den Muttertag als Feiertag wieder abgeschafft haben wollte.

In den 1923 des vergangenen Jahrhunderts begannen die in Deutschland ansässigen Blumenhändler den Muttertag in Land zu etablieren.

Muttertag

Muttertag

Nach dem zweiten Weltkrieg und der daraus folgenden Spaltung Deutschlands wurde, in der  unter der Knute der Sowjetunion stehenden DDR, der vom Klassenfeind zum Feiertag der Frau auserkorene 2. Sonntag im Mai selbstverständlich abgelehnt und mit dem, an jedem 8. März als internationalen Frauentag bekannte, Der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden gefeiert.

Heute ist dieser Tag (Muttertag am zweiten Sonntag im Mai) frei von jeglichen politischen oder ideologischen Inhalten und wird im Kreise der Familie gefeiert an dem die Mutter im Idealfall das Frühstück ans Bett bekommt und man sie mit selbst gepflückten Blumen oder Basteleien beglückt.

Wenigstens einmal im Jahr sollte man den morgens vor allen anderen schon in der Küche das Frühstück für die Familie vorbereitenden, die Kinder in die Schule bringenden, den Haushalt neben der Arbeit schmeißenden, die Einkäufe für die Familie erledigenden und abends völlig fertig auf der Couch einschlafenden Frauen ein Danke schön sagen, auch wenn die wenigsten Frauen sich über Krümel im Bett und verschütteten Kaffee wirklich freuen.

Author: admin

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