Was mich morgens beschäftigt: Charlotte

Wenn man mal davon absieht das es mir möglich wäre in den Tag hinein zu leben, wenn nicht gerade irgendwelche Termine in den frühen Morgenstunden anstehen, liegt die Entscheidung darüber wann der Tag für mich beginnt nicht immer in meinem Händen. Meine Lieblingsfrau verlässt zu einer unmenschlichen Zeit das Haus und ist dabei bemüht alles so zu gestalten das ihre Aktivitäten meinen Schlaf nicht stören. Ich Liebe Sie dafür.

All ihre Bemühungen scheitern jedoch an unserem Mitbewohner welcher leise auf vier Pfoten seinen eigenen Rhythmus lebt und uns diese ihr eigene Position auch vehement vertritt und durchsetzt. Verlassen sie gemeinsam das Haus kann ich, witterungsbedingt, kurze Zeit später damit rechnen das sich Charlotte auf der Fensterbank des Schlafzimmers positioniert um mit ihren Krallen an den Fliegengittern zu zupfen. Für mich ist in diesem Moment die Nacht vorbei da ich das Bett verlassen muss um ihr Einlass über die Terrassentür zu gewähren.

Verlassen beide nicht gemeinsam das Haus ist damit zu rechnen das Charlotte, kurz nachdem meine Lieblingsfrau das Haus verlassen hat, im Flur vor der Eingangstür sitzt und mit dieser laut kommuniziert. Auf ihr in Kätzisch vorgetragenes „Sesam öffne Dich“ reagiert unsere Tür insofern das diese dann von mir geöffnet wird woraufhin Charlotte erst einmal die Nase in den Wind streckt um scheinbar die Temperatur zu fühlen oder sich von der draußen herrschenden Dunkelheit zu überzeugen. So stehen wir dann, eine gefühlte Ewigkeit bei eisigen Temperaturen, an der geöffneten Eingangstür  und schauen uns an. Während ich ihr gut zurede doch endlich eine Entscheidung zu treffen und mit leichten Türstupsern die Richtung vorgebe begibt sie sich auf Zehenspitzen hinaus um dann kurze Zeit später an der Terrassentür wieder aufzutauchen um dort wieder herein gelassen zu werden.

Während man Charlotte von Frühjahr bis Herbst mitunter den ganzen Tag nicht zusehen bekommt hält sie es im Winter nur mit kurzen Ausflügen ums Haus.

An Tagen an denen sie nicht unsere Tür anfleht damit diese sich öffnet reicht es mitunter sich vor das Bett zu setzen um mich wach zustarren oder mir ihre Zuneigung zu zeigen indem sie mir ins Ohr schnurrt, an den Augenbrauen leckt oder ihr Gesicht an meinem reibt. Im Ergebnis führt alles dazu das ich meist schon morgens gegen 6 Uhr 30 am Rechner sitze, meine erste Tasse Kaffee trinke während Charlotte sich in unser nun leeres Bett kuschelt oder es sich auf der Couch gemütlich macht.

Es wäre ja auch schade die Zeit nicht zu nutzen auch wenn man dafür in Kauf nehmen muss sich während man sich müde durchs Haus schleppt anderen beim schlafen zu schauen zu müssen.

Author: admin

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