Rod Stewart: Das Berlin Konzert

Ein Schild an den Eingängen der O2 World in Berlin wies auf die Leidenschaft des Herren hin welcher hier heute Abend eines seiner Deutschland Konzerte geben würde.

Je näher wir der O2 World kamen umso mehr Bilder schossen mir durch den Kopf. Bilder von Konzerten Rod Stewarts in den 80er Jahren in Berlin vor denen Blondinen in High Heels in Richtung ICC am Messedamm pilgerten. In hautengen Leopardenfell Hosen, tief dekolletiert, die Haare zu einer wilden Mähne toupiert.

Es war die Zeit in der er mit Blonds have more Fun sein neuntes Album auf den Markt gebracht hatte auf dem er die mehr als eindeutige Frage „Da ya think i´m Sexy“ stellte und das Platten Cover  die Antwort darauf gleich mitlieferte.

Wir alle sind in den letzten 30 Jahren um einiges Älter geworden, die High Heels sah man zum Teil, der Rest blieb wohl im Schrank.

Der Beginn wurde von der auf den Karten genannten Zeit um eine halbe Stunde, auf 20:00 Uhr, verschoben. Es war zu erwarten das sich Roddy, als Fußball Fan vor seinem Auftritt das Spiel der englischen Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien anschauen würde. Und da dieses eben erst um 19:45 Uhr zu Ende sein würde wurde der Beginn des Konzertes auf 20 Uhr verlegt.

Es ging sogleich rockig los und wer dachte der fast siebzig jährige Rod Stewart würde bei dem Tempo außer Atem kommen irrte.

Roddy wie er schon immer war, man ihn kannte und seine Fans ihn liebten.
Im edlem Zwirn, gut aussend, gut gelaunt und mit den Fingern ständig den Versuch unternehmend seine Haare zu bändigen.

Der Mix aus schnellen Titeln und Balladen bescherte dem Publikum nicht nur seine wohl größten Hits sondern ihm auch die Möglichkeit stimmlich mitzuhalten.

Seine Stimme rauchig, wie ein Reibeisen eben bemühte sich, gekonnt unterstützt von seinen Background Sängern, seinem Publikum größere Patzer oder Ausfälle zu ersparen. Was auch gelang.

Rod Stewart, der im Laufe seiner Solo Karriere über 100 Millionen Platten und CD´s verkaufte, auf denen er die meisten Songs selbst oder zusammen mit Jim Cregan komponiert hatte, konnte sich der Unterstützung seiner Fans sicher sein die ihn stimmlich bei seinen größten Hits wie „The first Cut is the Deepest“ oder „I dont wanna talk about it“ von der ersten bis zur letzten Strophe unter die Arme griffen.

Es war eine musikalische Zeitreise mit Songs wie „Sailing“ vom 1975 er Album Atlantic Crossing, ein Treffen mit alten, lieb gewonnenen Freunden wie „Maggie May“ und „Have I Told You Lately“.  Wie immer bewies er Humor indem er behauptete einige seiner treuesten Fans hätten seine neue CD gekauft von der er „Brighton Beach“ spielte und dieses mit Bildern seines Vaters, seiner Jugend und seiner Karriere untermalte.

Ein rund um gelungener Abend mit einer gelungenen Song Auswahl und bekannten Gesichtern auf der Bühne.

Seit 2001 begleitet die Saxofonistin Katja Rieckermann ihn bei seinen Tournee und mit J’anna Jacoby verfügt Roddy wohl über die zauberhafteste Violinistin welche man sich für die Untermalung seiner Love Songs wohl vorstellen könnte.
Party Stimmung herrscht zum Abschluss seines Konzertes als während der zweiten „Zugabe“ Ballons von der Decke der O2 World zu den Klängen von Da ya think i´m Sexy fielen, welches vorab selbstironisch auf der Leinwand als Songs angekündigt wurde dessen Titel-Frage man sich als Mann über 50 nicht mehr stellen sollte.

Danke Rod, für einen schönen Abend voller herrlicher Erinnerungen

Author: admin

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